Fitnesslüge – Die 10 weitverbreitetsten Fitness-Lügen und Irrtümer

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Die 10 weitverbreitesten Fitness-Lügen und Irrtümer

Fitnesslüge Nr.1: Dehnungsübungen am Anfang und Ende des Trainings

 

Fitnesslüge Dehnungsübungen
Um die Muskulatur aufzuwärmen und geschmeidig zu halten, wird vielfach ausgiebiges Dehnen empfohlen. Die meisten Ratgeber nennen sowohl den Beginn als auch den Abschluss des Sports als gleichermaßen wichtig.
Diese Verallgemeinerung ist irreführend. Dehnen vor dem Sport ist nur für bewegungsintensive Sportarten (z. B. Turnen) hilfreich, bei Schnelligkeit (z. B. Laufen) ist der Zeitpunkt nach dem Training besser.


Fitnesslüge Nr.2: 
Training zu Beginn des Tages ist besonders effektiv

Vielfach wird, selbst von Personal Trainern und Fitness Coaches, vermittelt, ein frühes Training wirke sich besonders nachhaltig auf den Körper aus. Sportmediziner halten das für einen ausgewiesenen Irrglauben. Der persönliche Biorhythmus ist der wichtigste Indikator für ein erfolgversprechendes Training. Wer sich um 6.00 Uhr morgens die Laufschuhe anzieht, obwohl 18.00 Uhr abends die persönlich angenehmere Zeit ist, tut sich keinen Gefallen und hat vor allem keinerlei zusätzlich Gewinn.

Fitnesslüge Nr.3: Langes Laufen erhöht die Fettverbrennung

fitnessluegeSehr weit verbreitet ist die Annahme, die Fettverbrennung werde erst ab einer Laufzeit von 30 Minuten aktiviert. Das ist ein Mythos. Der Körper beginnt bereits unmittelbar zu Beginn einer Laufeinheit mit dem Verbrennen von Fett und steigert sich dabei sukzessive. Die Intensität des Trainings ist hier wesentlich entscheidender als der zeitliche Umfang.

Fitnesslüge Nr.4: Krafttraining macht aus Frauen Muskelpakete

Die Fitnesslüge, regelmäßiges Krafttraining führe auch bei Frauen automatisch zu extremen Muskelpaketen, hält sich hartnäckig. Wer kein aktives und umfassendes Bodybuilding betreibt, sondern den Körper lediglich straffen und definieren möchte, kann dies durch ein moderates Krafttraining erreichen. Hier sollte im Studio des Vertrauens auf die Erfahrung der Trainer zurückgegriffen werden, um die Geräte auf die passende Belastung einzustellen.

Fitnesslüge Nr.5: Laufen ist schädlich für die Gelenke

Es ist richtig, dass Laufen beziehungsweise Joggen eine Belastung für die Gelenke darstellt, jedoch bietet es gleichzeitig auch einen Schutz. Regelmäßiges Laufen aktiviert die Regenerationsfähigkeit der Gelenke, sorgt für eine Bildung von Gelenkflüssigkeit und vermag bei regelmäßiger Anwendung vor Arthrose zu schützen. Lediglich Menschen mit erheblichem Übergewicht sollten zunächst Walken, bevor sie eine schnellere Gangart mit höherer Belastung wählen.

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Fitnesslüge Nr.6: Radfahren schwächt die Potenz

Diese eigenwillige Befürchtung ist seit Jahrzehnten im Umlauf, allerdings völlig unbegründet. Selbst exzessives Radfahren auf der Basis von Leistungssport hat keinerlei Einfluss auf die Potenz. Relevant ist die Ausstattung des Sportgerätes. Ein ausgeprägter Rennsattel und eine besonders hohe Sattelnase können sich unangenehm auswirken. Das lässt sich beim Fahren selbst gut feststellen und entsprechend korrigieren. Wer regelmäßig fährt, sollte keine Taubheitsgefühle verspüren.

Fitnesslüge Nr.7: Sport während der Schwangerschaft ist gefährlich

Vielfach wird Schwangeren dazu geraten, sich zu schonen und auf Sport zu verzichten, um die Gesundheit des Embryos nicht zu gefährden. Das Gegenteil ist der Fall, denn regelmäßige moderate Bewegung ist für Mutter und Kind sehr positiv. Die Art des Sports sollte sich am allgemeinen Fitnesszustand der Mutter und dem Stadium der Schwangerschaft orientieren. Ideal geeignet sind Schwimmen, Radfahren oder Walking.

Fitnesslüge Nr.8: Krafttraining muss schmerzen, um effektiv zu sein

Wer kennt sie nicht, die schmerzverzerrten Gesichter der Menschen, die regelmäßig an Kraftmaschinen trainieren? Ist das auch eine Fitnesslüge? Vielfach wird verbreitet, die Belastung beim Training müsse besonders hoch und dadurch schmerzhaft sein, um eine nennenswerte Wirksamkeit zu erreichen. Diese Annahme ist grundlegend falsch, denn Schmerzen beim Krafttraining zeugen von Überlastungen oder möglicherweise nicht ausgeheilten Verletzungen. Nicht Schmerzen, sondern Regelmäßigkeit führt zu Effektivität.

Fitnesslüge Nr.9: Gezieltes Muskeltraining ermöglicht zielgerichteten Fettabbau


Viele sportaffine Menschen verbringen umfangreiche Trainingseinheiten damit, den Fettabbau an konkreten Körperstellen voranzutreiben. Beispielsweise soll ein intensives Bauchmuskeltraining zu einem nachhaltigen Abbau von Körperfett genau in der Bauchregion führen. Leider trifft das nicht zu. Ein solches gezieltes Training sorgt lediglich für besser definierte Muskeln und ein strafferes Gewebe. Fett lässt sich auf diese Weise nicht abbauen, dazu sind eine entsprechende Ernährung und viel Ausdauertraining erforderlich.

Fitnesslüge Nr.10: Ein einzelnes Training pro Woche hat keinen Effekt

Die Fitnesslüge, sportliche Betätigung habe erst dann einen gesundheitlichen Wert, wenn sie täglich oder zumindest an drei Tagen wöchentlich durchgeführt wird, ist nicht haltbar. Jede Bewegungseinheit stärkt das Herz-Kreislauf-System. Gerade ungeübte Menschen profitieren auch von einer einzelnen wöchentlichen Einheit erheblich. Umfang und Intensität von Trainingseinheiten lassen sich nach und nach steigern.

 

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